EDITION

3

EDITION 3

Anker WWESW

TERESAS KÖRPER

Magdalena Chmielewska - Österreich 2026 / 76 min

Teresas Leben ist von den Schmerzen bestimmt, die sie in ihrem Körper trägt – unsichtbar, doch stets präsent. Auf der Suche nach Linderung legt sie sich auf den Boden, zu Hause oder unter den geliebten Sauerkirschbaum. Doch als Traumata aus der Vergangenheit sie wieder einholen, muss Teresa fliehen und begibt sich mit ihren erwachsenen Töchtern Magda und Ola auf eine Reise mit ungewissem Ausgang. Zwischen dokumentarischer Beobachtung und fiktionalisierter Erzählung verwebt Magdalena Chmielewska in ihrem poetischen Langfilmdebüt TERESAS KÖRPER Leid, Hoffnung und den Wunsch nach Befreiung zu einem eindringlichen Porträt weiblicher Erfahrung, familiärer Beziehungen und widerständiger Selbstbehauptung.

Anker Sparschwein

MUSS DAS PFERD AUCH

ARBEITEN?

Leonhard Pill - Österreich 2026 / 86 min

In seinem Dokumentarfilm MUSS DAS PFERD AUCH ARBEITEN? begleitet Leonhard Pill seine Schwester Valeria, eine Wanderschäferin, deren Alltag durch und durch von ihrer Arbeit bestimmt wird. In ruhigen, präzisen Bildern entsteht das Porträt einer Frau, die von der Geburt der Lämmer bis zur Schlachtung der Tiere alle Bereiche ihres Berufs selbst verantwortet und damit in krassem Widerspruch zu den Existenzentwürfen ihrer beiden Geschwister und einer schnelllebigen und digitalisierten Welt lebt. Ohne die Schäferei zu romantisieren oder zu entzaubern, lotet der Film die Distanz und Annäherung zwischen unterschiedlichen Lebenswirklichkeiten aus.

EDITION

2

EDITION 2

Anker WWESW

TO CLOSE YOUR EYES AND SEE FIRE

Nicola von Leffern, Jakob Carl Sauer - Österreich 2024 / 98 min

Beirut liegt in Schutt und Asche. Doch auch nach der Explosion im Hafen der Stadt, dreht sich die Welt weiter. Nur – wie räumt man Trümmer auf, hinter denen viel mehr als ein Unglück steckt? Und wie schöpft man neuen Glauben an eine bessere Zukunft? TO CLOSE YOUR EYES AND SEE FIRE ist ein dichtes Mosaik, das verschiedenste Menschen und deren Leben nach der Tragödie portraitiert: Eine Telefonistin, die beim städtischen Hilfetelefon arbeitet. Eine syrische Familie, die in einer Tiefgarage lebt und aus dem Land zu flüchten plant. Und eine Tänzerin und ein Maler, die ihr Schicksal auf künstlerische Weise zu verarbeiten versuchen.

Anker Sparschwein

NIGHT OF THE COYOTES

Clara Trischler - Österreich, Deutschland 2024 / 79 min

Seit ein indigenes mexikanisches Dorf sich durch Abwanderung in eine Geisterstadt verwandelt, beginnen die dort Lebenden eine Erfahrung zu simulieren, die sie alle kennen: den illegalen Grenzübertritt in die USA. Sie schlüpfen in die Rolle der US-Grenzpolizei, von Narcos und Schlepper:innen, damit zahlende Tourist:innen sich für eine Nacht wie Migrant:innen fühlen können. Eine Geschichte der Selbstermächtigung oder ein Dorf, das in der Schleife seiner traumatischen Erfahrungen feststeckt?

EDITION

1

EDITION 1

Anker WWESW

WER WIR EINMAL
SEIN WOLLTEN

Özgür Anil – Österreich 2023 / 82 min

Anna (Anna Suk) jobbt in einer Schauspielschule, wo sie regelmäßig daran erinnert wird, wer sie einmal sein wollte: nämlich Schauspielerin. Nun möchte sie jedoch Jus studieren und arbeitet auch sonst hart für ihre Unabhängigkeit. Als ihr Bruder (Augustin Groz, bester Nachwuchsschauspieler des Filmfestival Max Ophüls Preis 2023) dann mit einem blauen Auge auftaucht, gerät Anna irgendwo zwischen familiärer Verantwortung und Autonomie zusehends ins Stolpern. Ein Film im Zeichen von unkonventionellem Coming of Age. […] »Wer wir einmal sein wollten« ist Özgür Anils erster Langfilm, mit dem er zugleich sein Studium an der Filmakademie Wien abgeschlossen hat. Man könnte die Arbeit einen ungewöhnlichen Coming-of-Age-Film nennen – ungewöhnlich, weil so unaufgeregt und eigenständig erzählt, dass er schon fast wie eine Metapher daherkommt. (Eva Königshofen, Diagonale)

Anker Sparschwein

SPARSCHWEIN

Christoph Schwarz – Österreich 2024 / 97 min

Filmemacher Christoph Schwarz ist pleite. Da kommt ein lukratives Angebot vom österreichischen Fernsehen gerade recht: ein Jahr lang einen »Klimastreik« im Selbstversuch erproben. Schwarz erwirkt eine Verschärfung des Experiments zum einjährigen »Geldstreik«. Als kapitalismuskritischer Einstieg in den Klimaaktivismus und als einmalige Gelegenheit, sich um das Filmbudget heimlich das langersehnte Wochenendhaus im Waldviertel zu kaufen. »Sparschwein«ist eine selbstironische Mockumentary über Doppelmoral in Zeiten der Klimakrise, über die Privilegien des Autoverkehrs in der Stadt und die Möglichkeiten, dagegen anzukämpfen – humorvoll erzählt (Offstimme: Robert Stadlober) mit dem für Christoph Schwarz typischen spielerischen Umgang mit Wahrheit und Lüge.

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